Wer sind die gefährlichsten Anarchisten unserer Zeit? Die Rechten und Konservativen!

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Macht aus dem Staat Gurkensalat!

Obwohl der Spruch aus der Jugendbewegung der 1980er Jahre stammt, haben sich die Rechten und Konservativen dieses Ziel seit der Enthronung der Feudalherrschaft und der Errichtung republikanischer Staaten (Volksherrschaften) Ende des 18. Jahrhunderts de facto auf die Fahnen geschrieben, Um jeden Preis wollen sie seit damals die Republik wieder abschaffen und zurück zur Feudalherrschaft, ursprünglich zur Vorherrschaft des Adels, heute zur Vorherrschaft einer winzigen selbsternannten bürgerlichen Elite.

Im aufstrebenden Bürgertum des 19. Jahrhunderts haben die Rechten und Konservativen willige Handlanger zur Umsetzung dieses Ziels gefunden. Dies obwohl gerade das Bürgertum am meisten von der Entmachtung der Feudalherren profitierte. Um ihr Ziel zu erreichen haben die Revanchisten erfolgreich einen Keil zwischen das Bürgertum als Nutzniesser der Republik und das damals infolge der Industrialisierung entstehende Arbeiterproletariat getrieben. Das Ziel blieb sich im Wesentlichen das gleiche: an Stelle der res publica, der Sache des Volkes, eine Feudalherrschaft zu errichten, nicht mehr des Adels, sondern neu einer Elite des Bürgertums und eines diesem zudienenden Proletariats.

Aus Angst vor der „sozialistische“ Bedrohung (durch die Selbstorganisation der Arbeiter und die russische Revolution“) mussten die Rechten und Konservativen ihre Ziele im 20. Jahrhundert vorübergehend zurücksetzen und äusserst wiederstrebend Hand zu solidarischen Lösungen bieten. Dies und nur dies ermöglichte eine Stärkung des Staates und die grossartigen Sozialwerke des 20. Jahrhunderts (Alters- und Vorsorgeversicherungen, Erwerbsausfall, Kranken- und Invalidenversicherungen, soziale Marktwirtschaft usw.). Die Republik, die res publica hatte im Westen in den 60er, 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht.

Nach dem Zusammenbruch der „sozialistischen“ Bedrohung durch die Sowjetunion gegen Ende des 20. Jahhunderts, fühlten sich die alten Kräfte der Revision, die Rechten und Konservativen, neu bestärkt Ihre alten Ziele einer Feudalherrschaft bürgerlicher Eliten doch noch zu realisieren, mit Einsatz gewaltiger finanzieller Mittel und der Hilfe einer orientierungslosen, autoritätsgläubigen „bürgerlichen“ Masse.

Seit dem 21. Jahrhunderts erfolgte zu diesem Zweck:

• eine beilspiellose Diffamierungs- und Diskreditierungskampagne gegen den Staat;
• professionelle gezielte breit angelegte Desinformation und Meinungsmanipulation;
• Radikaler Steuer-Abbau primär in den einkommensstarken Segmenten Privater und der Wirtschaft und Auslaugen der Finanzierung staatlicher Aufgaben;
• eine gigantische Umverteilung der Vermögen und Einkommen zu Gunsten einer winzigen Elite;
„Privatisierung“ oder Abbau klassischer staatlicher Aufgaben und Monopole;
• Aushebelung regionaler staatlicher Macht durch Globalisierung des privaten Unternehmertums.

Oder ganz einfach:

Wir machen aus dem Staat Gurkensalat!

Und auch hier ist es wiederum ein verunsichertes apolitisches autoritätsgläubiges breites Bürgertum, das diese Umverteilung von unten nach oben zu Gunsten einer kleinen mächtigen Elite zulässt und gar fördert – und nicht merkt, dass es das wirklich Beschissene ist.

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