Soll die Herkunft von Tätern in Polizeiberichten erwähnt werden?

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Die Forderung von Links-Grün nach Unterschlagung der Herkunft von Tätern in Polizeimeldungen verstösst gegen das Allgemeine Menschenrecht der Informations- und Meinungsäusserungsfreiheit.

Die Absicht hinter der Forderung ist zwar nachvollziehbar, aber deren Umsetzung ist fragwürdig und gefährlich. Die Begründung, dass die Herkunft keinen Erkenntnisgewinn über ein Verbrechen liefere ist deshalb falsch, weil mit der Herkunft häufig andere mit dieser erklärbare Wert- und Rechtssysteme verbunden sind, die Verstösse gegen das herrschende Wert- und Rechtssystem nachvollziehbar machen.

Zwei Beispiele: Ein Ehrenmord ist in vielen streng traditionalistischen – besonders patriarchalen -Gesellschaften von hoher sittlicher Bedeutung zur Aufrechterhaltung der Sexualmoral. Ähnliches gilt sinngemäss bezüglich der Vergewaltigung nichtjungfräulicher Frauen oder Homosexualität.

Wenn eine Frau in Saudiarabien Auto fährt und dafür verhaftet wird, macht es Sinn, wenn die entsprechende Polizeimeldung erwähnt, dass die Frau aus einem europäischen Land stammt.

Polizeibericht von Taten, die solche Zusammenhänge nicht erwähnen würden, wären überflüssig, oder missverständlich.

Wenn schon müsste die Forderung dahingehen, überhaupt keine Polizeiberichte mehr zu veröffentlichen. Denn ausserhalb der Befriedigung voyeuristischer Begierden erfüllen Polizeiberichte nur sehr selten vorbeugende, verhindernde oder warnenden Zwecke.

Polizeiberichte nur noch auf individuelle Nachfrage zu veröffentlichen, wäre eine bessere und klügere Möglichkeit, die nicht gegen die allgemeinen Menschenrechte verstossen würde. Und sie könnte Missverständnisse und in gewissen Fällen bestimmt sogar Nachahmungstäter und Nachahmungstaten verhindern.

 

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